Rechtliches zum Newsletterversand bei Onlineshops

09.02.2014, Kategorien: Rechtliches


Newsletter als effektives Marketinginstrument

Newsletter sind ein effektives Marketinginstrument – ganz egal welcher Größenordnung und welcher Branche das Unternehmen angehört. Kein Wunder, denn mit Newslettern lassen sich nicht nur neue Kunden und Interessenten gewinnen, sondern auch Stammkunden besser binden. 

Die Vorteile von Newslettern liegen auf der Hand:

  • Kundenbindung aufbauen
  • Abverkäufe steigern
  • Erhöhung des Verkaufs von Cross- und Up-Selling-Artikeln
  • Zusätzliche Umsatzförderung durch Rabatt-Aktionen fürs Ladengeschäft
  • Stärkung von Branding, Bekanntheitsgrad, Corporate-Identity und Markenimage 

So weit, so gut. Doch gerade in der Startphase eines Online-Shops mangelt es an Interessenten für ein Newsletter-Abonnement. Wie lassen sich also neue Newsletter Abonnenten gewinnen? Lassen Sie sich von den folgenden Aktionstipps inspirieren: 

  • Bieten Sie Werbegeschenke, sogenannte Give-aways an! Beispielsweise in Gestalt von Downloads, Gebrauchsanleitungen oder eBooks
  • Entwerfen Sie Gewinnspiele, so lassen sich wunderbar Adressdaten für den Newsletter sammeln
  • Locken Sie Interessenten durch PDF-Magazine an 

Rechtliches zum Newsletterversand - Keine Abmahnung beim Newsletterversand riskieren

Shop-Betreibern sollte aber im Klaren sein: Die Versendung eines Newsletters ist Werbung, welche nur mit Einverständnis des Empfängers versandt werden darf. Damit Shopbetreiber beim Newsletterversand keine Abmahnung riskieren, müssen einige Punkte beachtet werden. So muss der Newsletter beispielsweise im Double-Opt-In-Verfahren bestätigt werden. Erst wenn diese Bestätigung vorliegt, kann der Newsletter an den Kunden versandt werden. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Newsletter abmahnsicher versenden. 

Newsletterversand im Double-Opt-In-Verfahren

Double-Opt-In bedeutet: Der Empfänger bestellt den Newsletter auf Ihrer Internetseite, meist über ein Auswahlfeld mit Häkchen. Danach schicken Sie eine (automatisierte) Begrüßungs-E-Mail mit der Bitte um Bestätigung der Newsletter-Bestellung. Sollten die technischen Möglichkeiten hierfür nicht vorhanden sein, können Sie den Empfänger auch bitten, eine kurze Bestätigungs-E-Mail zu schicken. Damit sichern Sie ab, dass die angegebene Emailadresse auch dem Absender gehört und er den Newsletter auch wirklich möchte. 

Damit aber nicht schon die Bestätigungsemail (Begrüßungsmail mit dem Link) als verbotene Werbung angesehen werden kann, müssen Sie den Anmeldevorgang genau protokolieren und folgende Angaben in der Datenbank speichern: 

  • Zeitpunkt der Anmeldung
  • IP-Adresse des Anmeldenden
  • Inhalt der Bestätigungsemail
  • Zeitpunkt der Bestätigung
  • IP-Adresse des Bestätigenden 

Es genügt also nicht nur die Behauptung, dass Sie ein Double-Opt-In-System verwenden, sondern Sie müssen im Streitfall ein solches Protokoll vorlegen, damit die Bestätigungsmail nicht als verbotene Werbung deklariert werden kann. 

Vorgehensweise und Checkliste für den rechtssicheren Newsletterversand 


1. Ausdrückliche Anmeldung

- Die Anmeldung muss bewusst und ausdrücklich erfolgen, d.h. keine bereits abgehakten Kontrollkästchen, keine versteckte Anmeldung in den AGB

- Es ist darüber zu informieren, wer welche Art von Werbung mit welcher Frequenz verschickt.

- Es muss über die Widerrufs-/Abmeldemöglichkeit aufgeklärt werden. 


2. Bestätigungsemail mit folgendem Inhalt

- Link zur Bestätigung

- Informationen und Widerrufsbelehrung in der Bestätigungsemail wiederholen, siehe erstens

- Keine Werbung in die Bestätigungsmail aufnehmen.

- Impressum 


3. Anmeldevorgang protokollieren

-  Wie bereits oben beschrieben. 

Und wie sollte ein Newsletter aussehen?

  • Damit das Newsletter-Marketing aber auch zum Erfolg führt, sollte der Newsletter folgende Inhalte aufweisen: 
  • Der Empfänger sollte stets persönlich mit Namen angesprochen werden.
  • Impressum und Abbestell-Button (oder ähnliches) gehören ans Ende des Newsletters, wo sie der Kunde auch erwartet.
  • Der Betreff sollte eindeutig sein und nicht zu lange ausfallen.
  • Integrierte Links müssen auch als Links erkennbar sein!
  • Halten Sie sich mit der Einarbeitung von Bildern zurück.
  • Berücksichtigen Sie das Copyright.
  • Das Layout sollte strukturiert gegliedert sein und einzelne Themenblöcke aufweisen.
  • Enthält der Newsletter mehrere Themenblöcke, ist ein Inhaltsverzeichnis anzuraten.
  • Der Newsletter-Text sollte klar, verständlich und ohne Rechtschreibfehler geschrieben sein. 

Fazit Newsletterversand

Shopbetreiber müssen viele rechtliche Gegebenheiten beim Onlineshop beachten. Selbst beim Versand eines Newsletters müssen die oben genannten Punkte berücksichtiget werden. Grundsätzlich gilt, kein Versand des Newsletters ohne vorherige Zustimmung. Zudem muss die erhaltene Anmeldung durch eine Bestätigungsmail (Double-Opt-In) verifiziert werden. Nichtsdestotrotz sorgt eine aktuelles Gerichtsurteil zu Bestätigungsmails für Unsicherheit.


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