Verschiedene Wirkungsgrade beim Onlinemarketing beachten

10.10.2012, Kategorien: Onlineshops


Online-Werbung ist für die meisten Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Nicht ohne Grund, wie eine BITKOM Studie bestätigt. Mindestens 56 Prozent der Internetnutzer wurden schon einmal durch Online-Werbung zu einem Kauf bzw. einer Bestellung angeregt. Vor allem die jüngere Generation (14-29 Jahre) lässt sich durch Werbung im Internet inspirieren (67 Prozent), wohingegen die ältere Generation (ab 65 Jahren) sich eher träge von Werbung überzeugen lässt (27 Prozent).

Onlinemarketing - verschiedene Wirkungsgrade beachten

Das Online-Marketing für Shopbetreiber ein wichtiges Instrument zur Kundengewinnung ist, wird niemand bestreiten. Doch welche Art der Werbung ist zu empfehlen? Grundsätzlich können Online-Händler zwischen diversen Werbeformen wählen oder diese geschickt parallel einsetzen. Hier eine kleine Übersicht über die gängigsten Online-Werbeformen:

E-Mail-Werbung

Erfolgt der Versand von E-Mail-Werbung regelmäßig, dann sprechen Marketingexperten von einem Newsletter, der den Kunden immer über die neuesten Angebote und Aktionen informiert. Das wichtigste an dieser Form der Online-Werbung ist der Inhalt: Er sollte interessant gestaltet und auf den Kunden abgestimmt sein. Schließlich ist die inhaltliche Qualität neben der korrekten technischen Umsetzung der E-Mail ausschlaggebend für die Kundenbindung und die Konversationsrate.

Rabattgutscheine/ Coupons

Gutschein-Marketing gehört zu den ältesten Werbeformen überhaupt. So wurden Coupons das erste Mal 1887 für eine Coca Cola Kampagne eingesetzt, damals noch ein aufstrebendes Start-Up. Und es funktioniert! Rabatt-Coupons regen Bestands- und Neukunden tatsächlich dazu an, etwas zu kaufen. Laut einer Umfrage von KPMG und ECC Handel steigert sich bei jedem dritten Online-Käufer, der im Besitz eines Rabattgutscheins ist, die Kaufbereitschaft um mehr als 50 Prozent.

Empfehlungen/ Kundenbewertungen

Auch Online-Bewertungen oder Empfehlungen in Sozialen Netzwerken spielen eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Es bestehen sogar direkte Zusammenhänge zwischen dem Abverkauf eines bestimmten Produktes und seinen Bewertungen. So verkaufen sich Produkte mit Bewertung doppelt so häufig wie diejenigen ohne.

Banner

Bannerwerbung zählt zu den bekanntesten und häufigsten eingesetzten Marketing-Instrumente. Kleine und mittelständische Unternehmen nutzen dabei günstige Bannertausch-Netzwerke bei Firmen mit ergänzender Produktpalette. Große Unternehmen setzen oft Affiliate-Programme ein, sogenannte Partnerprogramme.

Webvideos

Werbung per Webvideo ist teilweise mit der traditionellen TV-Werbung zu vergleichen. Es werden oft Werbespots vor dem eigentlichen Video abgespielt, die so auch im TV geschaltet werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Kurzfilm-Werbevideos mit eigener Storyline einzusetzen und sich so dem Kunden detaillierter und komplexer zu präsentieren. Allerdings funktionieren im Web nur Videos, die wirklich unterhaltsam, interessant, spannend – sprich ein echter Hingucker für den Nutzer sind. Da die Zielgruppe meist jünger als im TV ist, „trauen“ sich die Unternehmen mehr und produzieren freche, frische Spots. Denn: Nur solche werden wirklich angesehen und nicht gleich übersprungen.

Pop-ups bzw. Pop-under-Werbung

Dieses Werbemittel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Kunden wahrgenommen. Allerdings ist Software zur Unterdrückung von Pop-up-Werbung mittlerweile allgemein gebräuchlich. Ebenso ist zu bedenken, dass Webseiten nicht sehr beliebt sind, die ihre Kunden sofort mit Werbung konfrontieren. Das wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf den Shop, sondern auch auf die beworbenen Produkte selbst.

Was sind die erfolgversprechendsten Werbetechniken?

Glaubt man der aktuellen BITKOM-Studie sollten Shopbetreiber vor allem auf den Einsatz von Coupons und dem Verbreiten von Empfehlungen achten. Wie die Studie ergab, wurden 23 Prozent der Onlinekunden durch Produktempfehlungen anderer Shopper für einen Kauf stimuliert. Ebenfalls 23 Prozent ließen sich durch Rabattgutscheine, sogenannte Coupons, überzeugen. Weitere 19 Prozent folgten Empfehlungen von Bekannten in sozialen Netzwerken. Weniger Erfolg verbuchten die klassischen Werbemaßnahmen wie E-Mail Werbung (12 Prozent) Werbebanner auf Webseiten (8 Prozent), Webvideos auf Webseiten (6 Prozent) oder Pop-ups (4 Prozent).

Warum sind Coupons und Empfehlungen die effektivsten Werbemittel?

Bei Coupons und Empfehlungen ist im Vergleich zu den klassischen Werbemaßnahmen durchaus ein erheblicher Effektivitätsgrad festzustellen, was verschiedene Gründe haben könnte. Bei Rabattgutscheinen wird beim Kunden vor allem das Gefühl erzeugt ein Schnäppchen zu schlagen. Dieses Gefühl ist offline wie online von sehr großer Bedeutung. Bei dem Erfolg von Freundesempfehlungen schildert BITKOM-Marketingexperte Markus Altvater seine Sicht der Dinge: „Persönliche Empfehlungen haben einen anderen Status als allgemeine Werbung. Wenn man weiß, dass ein Freund ein Produkt nutzt, hilft das oft bei der Einschätzung, ob es einem selbst gefallen könnte."


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